Liveticker Ukraine-Krieg: Trump ist sich sicher: Putin plant keinen Angriff auf NATO

5.09.2026 12:37 Uhr
12:37 Uhr
Zunehmende Drohnengefahr im Gebiet Cherson: Fernunterricht für Schüler
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson befürchten ukrainische Drohnenangriffe auf Schulbusse und haben daher beschlossen, Schüler teilweise auf Fernunterricht umzustellen. Die Nachrichtenagentur TASS zitiert den stellvertretenden Vorsitzenden der örtlichen Regierung, Sergei Tscherewko, mit den Worten:
"Seit Ende Mai beziehungsweise Anfang Juni hat sich die Situation auf den Straßen in den Gebieten Cherson und Saporoschje, in den nördlichen Bezirken der Krim sowie in der DVR und LVR zusehends verschlechtert. Das ist keine leichte Entscheidung, aber man wird für Kinder, die mit Bussen zu den Schulen im Gebiet Cherson befördert wurden, Fernunterricht organisieren."
In frontnahen Ortschaften werden sicherheitshalber auch Kindergärten geschlossen.
12:02 Uhr
IAEA begrüßt Waffenruhe für Reparatur von Stromleitungen am AKW Saporoschje
Am AKW Saporoschje ist der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zufolge eine Waffenruhe in Kraft getreten. Sie diene dazu, Stromleitungen zu reparieren und die Stromversorgung des Atomkraftwerkes im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje wiederherzustellen, so die IAEA, die die Lage vor Ort beobachtet. Die Dieselreserven des Kraftwerks gingen zur Neige, teilt die IAEA mit. Es drohe innerhalb weniger Tage ein vollständiger Stromausfall, falls die externe Stromversorgung nicht wiederhergestellt oder mehr Dieselkraftstoff zum Standort transportiert werde.
Das Kernkraftwerk ist mit seinen sechs Reaktoren das größte in Europa. Diese sind jedoch seit Längerem abgeschaltet. Das AKW befindet sich damit im sogenannten Kaltabschaltzustand, benötigt aber weiterhin eine ständige Stromversorgung zur Kühlung der Brennelemente. Fällt die externe Stromversorgung aus, wird das AKW nur durch Notstromaggregate versorgt. Seit dem 20. August ist die externe Stromversorgung erneut ausgefallen, sodass dies wieder der Fall ist.
Another IAEA-brokered localized ceasefire has taken effect to enable power line repairs necessary for the restoration of off-site power to the Zaporizhzhya NPP after a long outage, DG @rafaelmgrossi announced today.
— IAEA - International Atomic Energy Agency ⚛️ (@iaeaorg) September 5, 2026
Due to military activity on the northern side of the Dnipro… pic.twitter.com/4rbwcLXfqU11:36 Uhr
Interview mit Jana Lantratowa: Gefangenenaustausch, Kinderhilfe und das Schweigen des Westens

Was passiert, wenn zivile Opfer einfach ignoriert werden? Dieser Beitrag blickt hinter die Kulissen der humanitären Arbeit im Haus der Menschenrechte in Moskau. Von der Rettung verletzter Kinder aus den Trümmern bis zu den zähen Verhandlungen beim Gefangenenaustausch – die emotionalen und logistischen Herausforderungen sind immens.
Besonders erschütternd ist der Bericht über den Angriff auf eine Berufsschule in Starobelsk, bei dem sich Studenten und Lehrkräfte stundenlang in Kellern verstecken mussten.
Warum schweigen große internationale Organisationen zu diesen konkreten Ereignissen? Ein direkter Einblick in die Schicksale der Betroffenen und ein Appell gegen politische Doppelmoral in Konfliktzeiten.
Das Interview gibt es hier auf unserer Webseite zu sehen.
11:09 Uhr
Ein Toter und 15 Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 79 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den letzten 24 Stunden 79 Ortschaften in acht Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 28 Geschosse abgefeuert und 299 Drohnen eingesetzt, von denen 153 abgeschossen worden seien.
In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. In der Siedlung Oktjabrski sei ein Mann ums Leben gekommen, als sein Auto auf einen Sprengsatz aufgefahren sei. Drei weitere Einwohnerinnen seien infolge von Drohnenangriffen verletzt worden. In der Siedlung Grusskoje habe ein Einwohner Verletzungen erlitten, als eine FPV-Drohne in seiner Nähe explodiert sei. Drei weitere Menschen seien im Dorf Chotmyschsk zu Schaden gekommen, als eine ukrainische Drohne ein Auto attackiert habe.
Bei der Attacke einer FPV-Drohne auf ein Einfamilienhaus in der Stadt Graiworon habe ein Mann zahlreiche Splitterverletzungen erlitten. In der Siedlung Krasnaja Jaruga sei ein Mann verletzt worden. In der Siedlung Proletarski seien zwei Kinder, ein Mann und eine Frau zu Schaden gekommen. Bei der Attacke einer FPV-Drohne auf ein Auto habe ein Einwohner der Stadt Schebekino Verletzungen erlitten. Bei einer ähnlichen Attacke sei auch ein Einwohner des Dorfes Nischneje Berjosowo-Wtoroje zu Schaden gekommen. Außerdem hätten vier Menschen ärztliche Hilfe aufgesucht, nachdem sie bei ukrainischen Drohnenangriffen am 2. und 3. September Verletzungen erlitten hätten.
Der Krisenstab meldet außerdem zahlreiche Sachschäden. Demnach seien in den letzten 24 Stunden elf Mehrfamilienhäuser, 31 Einfamilienhäuser, drei soziale Einrichtungen, ein Verwaltungsgebäude, drei Betriebe, ein Lagerhaus, drei Infrastrukturobjekte, vier Geschäfte, drei Stromleitungen, zwei Lkw, ein Bus, ein Minibus und 43 Autos zerstört oder beschädigt worden.
10:34 Uhr
Beschuss von Siedlungen im Gebiet Cherson: Knapp 40 Geschosse aus der Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 4. September 21 Geschosse auf fünf Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der abgefeuerten Geschosse schlüsseln die Behörden wie folgt auf:
- Nowaja Kachowka — 5,
- Aljoschki — 6,
- Dnjeprjany — 3,
- Kachowka — 3,
- Sagi — 4.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Samstag angedauert. Auf zivile Infrastruktur der von Russland kontrollierten Ortschaften Aljoschki, Nowaja Kachowka, Proletarka und Pestschanowka seien insgesamt 15 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
10:08 Uhr
Zwei Verletzte und Schäden bei ukrainischen Artillerie- und Drohnenangriffen auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinstein berichtet in seiner täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 4. September bis 8 Uhr MESZ am 5. September 209 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Darüber hinaus habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 64-mal evakuierte grenznahe Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe zudem 27 Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Ziele im Gebiet Kursk abgeworfen hätten.
Chinstein meldet keine Todesopfer unter der Zivilbevölkerung, berichtet aber über zwei Verletzte. Bei den Opfern handele es sich um einen 70 Jahre alten Einwohner der Siedlung Koljatschek und eine 16 Jahre alte Einwohnerin der Stadt Rylsk. Infolge der Angriffe auf die Ortschaften Belaja, Koljatschek, Georgijewski, Reuttschanski, Stepanowka und Rylsk seien insgesamt ein Mehrfamilienhaus, vier Einfamilienhäuser, eine Energieanlage und sieben Autos beschädigt worden.
09:40 Uhr
Peskow: Russland wegen Leipzig beschuldigen – bei Nord Stream zur Ukraine schweigen

Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, hat die deutschen Vorwürfe einer russischen Beteiligung am Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle scharf zurückgewiesen. Die Anschuldigungen seien "völlig unbegründet" und würden durch "keinerlei überzeugende Argumente" gestützt, erklärte Peskow am Freitag in einem Telefonat mit Journalisten.
Zugleich warf er der Bundesregierung eine unterschiedliche Reaktion auf den Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle und die Nord-Stream-Sprengungen vor. Deutschland habe gegenüber der Ukraine keinen vergleichbaren Protest erhoben, obwohl ukrainische Staatsbürger im Zusammenhang mit der Pipeline-Sabotage als Tatverdächtige identifiziert worden seien.
Deutschland hatte Russland in dieser Woche die Schuld für den Drohnenvorfall in Leipzig zugewiesen und daraufhin ein Maßnahmenpaket angekündigt. Dazu gehören unter anderem die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn und die Kündigung des Vertrages über das Russische Haus in Berlin. Moskau weist jegliche Beteiligung entschieden zurück und hat Gegenmaßnahmen angekündigt.
Das Video gibt es hier auf unserer Webseite zu sehen.
09:03 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 53 ukrainische Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Samstagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Ziele in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr in der Nacht zum Samstag 53 gegnerische Drohnen abgefangen. Wie die Militärbehörde auf Telegram schreibt, seien die unbemannten Luftfahrzeuge über den Gebieten Brjansk, Belgorod, Kaluga, Kursk, Rjasan und Tula, dem Großraum Moskau, der Region Krasnodar, der Teilrepublik Krim sowie über dem Schwarzen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
08:35 Uhr
Russland greift Hüttenwerke und Logistikzentren in Ukraine an
Russlands Verteidigungsministerium hat am Samstagmorgen über weitere Angriffe auf Einrichtungen in der Ukraine berichtet, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte genutzt werden sollen. Wie die Militärbehörde in Moskau auf Telegram schrieb, seien bei den Attacken am Freitagabend und in der Nacht zum 5. September zwei führende Hüttenwerke im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen worden. Zu den weiteren Zielen zählten ein Logistikzentrum und ein Umspannwerk im Gebiet Nikolajew sowie ein Frachtschiff im Schwarzmeerhafen Tschernomorsk und ein Logistikzentrum im Gebiet Odessa. Im Gebiet Kiew richteten sich die Angriffe demnach gegen ein Logistikzentrum, zwei Brennstoffdepots und ein Zentrum der funkelektronischen Aufklärung. Für diese Schläge habe das russische Militär bodengestützte Hochpräzisionswaffen und Langstreckendrohnen eingesetzt. Weitere Details wurden nicht mitgeteilt.
Die ukrainische Militärverwaltung des Gebiets Dnjepropetrowsk bestätigte auf Telegram einen massiven Angriff auf ein Industriegelände in der Region. Dabei sollen vier Menschen getötet und fünf Menschen verletzt worden sein.
08:07 Uhr
DVR meldet 31 ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden 31 Angriffe ukrainischer Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 33 Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 4. September bis 0 Uhr am 5. September (Ortszeit) wurden drei zivile Einwohner verletzt. Durch den Beschuss kamen sieben Wohnhäuser, vier zivile Infrastrukturobjekte sowie mehrere Busse, Lkw und Autos zu Schaden.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk 47 ukrainische Angriffe gemeldet. Drei Zivilisten kamen dabei ums Leben, weitere 15 erlitten Verletzungen. Zudem wurden sechs Wohnhäuser, vier zivile Infrastrukturobjekte sowie mehrere Lkw, Kommunalfahrzeuge, Busse und Autos beschädigt.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

