Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Luftabwehr fängt Marschflugkörper aus westlicher Produktion ab

30.10.2026 13:40 Uhr
13:40 Uhr
Zivilisten verletzt nach Drohnenangriff auf Gebiet Belgorod
Die ukrainischen Streitkräfte setzen am Freitag ihre Attacken auf das Grenzgebiet Belgorod fort. Nach Angaben des Operativstabs der Region erlitten drei Personen Verletzungen. Infolge eines Drohnenangriffs auf die Landwirtschaftstechnik habe ein Mann Splitterverletzungen erlitten. Bei einer anderen Attacke einer FPV-Drohne auf ein Auto sei ein Ehepaar verwundet worden. Alle drei befinden sich in stationärer Behandlung.
Mehrere Wohnhäuser, Autos, Landwirtschaftstechnik, eine soziale Einrichtung, einen Betrieb und ein Infrastrukturobjekt seien beschädigt oder zerstört worden.
13:12 Uhr
Russische Armee befreit binnen einer Woche drei Ortschaften
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau hat das russische Militär im Laufe der Woche insgesamt drei Siedlungen befreit:
Obschtsche im Gebiet Saporoschje,
Alissowka im Gebiet Charkow,
Barilowka im Gebiet Sumy.
12:35 Uhr
Ukrainische Kämpfer werfen Sprengvorrichtungen auf Schulen und Kindergärten in Brjansk ab
Die ukrainischen Streitkräfte haben soziale Einrichtungen in der Stadt Brjansk mit Drohnen angegriffen. Nach Angaben des Gouverneurs des Gebietes Brjansk, Jegor Kowaltschuk, hat der Gegner eine große Anzahl von Sprengvorrichtungen auf das Gelände von drei Schulen und 17 Kindergärten abgeworfen.
"Einsatzkräfte sind vor Ort. Es finden Räumungsarbeiten statt."
Nach einem Drohnenangriff auf ein Privathaus sei ein 19-jähriger Mann ums Leben gekommen, so Kowaltschuk weiter.
Im Laufe der vergangenen 24 Stunden hätten die Flugabwehrkräfte 257 gegnerische Starrflüglerdrohnen über der Region zerstört.
11:56 Uhr
Frontbericht: Russische Luftabwehr fängt Marschflugkörper aus westlicher Produktion ab

Marschflugkörper vom Typ Storm Shadow/SCALP aus britisch-französischer ProduktionCarl Court/Getty Images Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Freitag über den Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine vom 24. Oktober bis 30. Oktober 2026. Die russischen Streitkräfte führten zwei massive und neun kombinierte Schläge durch.
Folgende Ziele wurden dabei getroffen:
- Betriebe des militärisch-industriellen Komplexes,
- Logistikzentren, Energie- und Transportinfrastrukturobjekte, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte genutzt werden,
- Produktions- und Lagerstätten für bodengebundene Robotersysteme, Drohnen und unbemannte Boote.
Vorübergehende Stationierungsorte der bewaffneten Formationen der ukrainischen Streitkräfte und ausländischer Söldner wurden ebenfalls angegriffen.
Zudem wurden Objekte der ukrainischen Hafeninfrastruktur außer Betrieb gesetzt, die für die Annahme, Lagerung und Verteilung von Militärgütern eingesetzt wurden.
Die russische Armee traf elf Frachtschiffe, die Waffen, militärische Ausrüstung sowie Güter mit doppeltem Verwendungszweck für den Bedarf der ukrainischen Streitkräfte transportierten.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Nord beliefen sich die Verluste der ukrainischen Truppen auf mehr als 1.575 Soldaten. Zudem zerstörte das russische Militär acht gepanzerte Kampffahrzeuge, 68 Autos, drei Feldartilleriegeschütze und sechs Stationen für elektronische Kampfführung.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands West verlor das ukrainische Militär mehr als 1.585 Kämpfer. Zusätzlich eliminierte der Verband acht gepanzerte Kampffahrzeuge, 108 Autos, sechs Feldartilleriegeschütze und zwölf Stationen für elektronische Kampfführung.
Im Abschnitt des Truppenverbands Süd musste das ukrainische Militär mehr als 1.155 Kämpfer einbüßen. Die russischen Einheiten haben 24 gepanzerte Kampffahrzeuge, 217 Autos, zwölf Feldartilleriegeschütze und acht Stationen für elektronische Kampfführung getroffen.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Mitte beliefen sich die Verluste des ukrainischen Militärs auf mehr als 2.400 Kämpfer. Der Verband der russischen Armee neutralisierte 38 gepanzerte Kampffahrzeuge, 67 Autos, fünf Feldartilleriegeschütze und 13 Stationen für elektronische Kampfführung.
Durch entschlossene Aktionen des Truppenverbands Ost mussten die ukrainischen Truppen einen Verlust von mehr als 1.390 Kämpfern hinnehmen. Ferner setzte das russische Militär in diesem Operationsbereich zwölf gepanzerte Kampffahrzeuge, 42 Autos, drei Feldartilleriegeschütze und drei Stationen für elektronische Kampfführung und Artillerieabwehr außer Gefecht.
Im Laufe der Woche verloren die ukrainischen Truppen im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Dnjepr bis zu 205 Soldaten. Zudem neutralisierte der Verband zwei gepanzerte Kampffahrzeuge, 65 Autos und zehn Stationen für elektronische Kampfführung und Artillerieabwehr.
Einheiten der Flugabwehr schossen im Laufe der Woche sechs gelenkte Bomben, zwei Marschflugkörper vom Typ Storm Shadow aus britischer Produktion, einen Marschflugkörper vom Typ SCALP aus französischer Produktion, sechs Marschflugkörper vom Typ Neptun und 6.900 Drohnen ab.
Insgesamt wurden seit dem Beginn der militärischen Sonderoperation 674 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 268.828 unbemannte Luftfahrzeuge, 672 Flugabwehrraketensysteme, 31.363 Panzer und andere gepanzerte Kampffahrzeuge, 1.794 Mehrfachraketenwerfer, 36.839 Feldartillerie- und Mörsergeschütze sowie 75.947 militärische Spezialfahrzeuge der ukrainischen Streitkräfte außer Gefecht gesetzt.
11:07 Uhr
Kreml: Putin ist zum Dialog mit Macron und Merz bereit
Der russische Präsident Wladimir Putin sei offen für einen Dialog mit allen, darunter auch mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz. So antwortete Kreml-Sprecher Dmitri Peskow auf die Frage des Journalisten Alexander Junaschew, ob Putin – nach dem jüngsten Telefonat mit den Staats- und Regierungschefs Finnlands und Norwegens am Dienstag – zu einem Gespräch mit Macron und Merz bereit sei.
"Er wird den Hörer abheben. Er ist offen für den Dialog mit allen."
Daraufhin fragte der Journalist nach, ob dies auch für einen möglichen Anruf von Wladimir Selenskij gelte.
"Bislang hat noch niemand angerufen", sagte der Pressesprecher des russischen Präsidenten.
Am Dienstag führte Wladimir Putin ein Telefongespräch mit dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb und dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre. Das Gespräch hat auf Initiative von Stubb und Støre stattgefunden.
In einer Stellungnahme des Kremls hieß es, dass die Parteien die Beilegung des Konflikts in der Ukraine erörtert und die Vereinbarung begrüßt hätten, die trilateralen Gespräche zwischen Moskau, Kiew und Washington im November in Abu Dhabi wieder aufzunehmen. Putin habe eine Bewertung der aktuellen Lage im Konfliktgebiet abgegeben und dabei an die Ursachen des Konflikts erinnert.
10:34 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht mehr als 1.000 ukrainische Drohnen
In der Nacht zum Freitag haben die ukrainischen Streitkräfte Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen. Das Verteidigungsministerium in Moskau berichtet, dass die Luftabwehr insgesamt 1.043 ukrainische Starrflüglerdrohnen abgefangen habe.
Die gegnerischen Drohnen wurden demnach über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Woronesch, Wolgograd, Kursk, Kaluga, Kostroma, Orjol, Pensa, Rostow, Rjasan, Smolensk, Samara, Saratow, Twer, Tula und Jaroslawl, der Region Moskau sowie der Teilrepublik Tatarstan zerstört.
10:00 Uhr
Russische Armee trifft Fire-Point-Werkstätte für Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium gibt Einzelheiten zum nächtlichen Angriff auf ukrainische Militärziele bekannt, bei dem bodengestützte Präzisionswaffen sowie Drohnen eingesetzt worden seien.
Folgende Objekte seien dabei getroffen worden:
In Kiew und Umgebung:
- das Werk für Aggregate und Bauteile (Kiewer Funkwerk, Trimen-Ukraina), das Komponenten für Aufklärungs- und Kampfdrohnen herstellt,
- die Montage- und Lagerhalle für Drohnen (Fanplit), in der Drohnen mittlerer und großer Reichweite vom Typ FP-1 und FP-2 produziert und gelagert werden,
- das Umspannwerk PS-330 Nowokijewskaja, das die Energieversorgung für Unternehmen des ukrainischen militärisch-industriellen Komplexes in Kiew sicherstellt.
Im Gebiet Dnjepropetrowsk:
- das Umspannwerk PS-330 Swetloje, das den Betrieb von Unternehmen der Rüstungsindustrie in Dnjepropetrowsk gewährleistet.
Darüber hinaus habe das russische Militär ein Frachtschiff im Schwarzen Meer getroffen, das Militärmaterial sowie Güter mit doppeltem Verwendungszweck für die ukrainischen Streitkräfte in den Hafen von Odessa transportierte.
09:23 Uhr
Russische Ombusfrau: Keine Verstöße gegen Waffenruhe in Aljoschki verzeichnet
Die Waffenruhe im Rahmen der humanitären Mission in der Stadt Aljoschki im Gebiet Cherson dauere an und es seien keine Zwischenfälle registriert worden. Dies erklärt Russlands Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa in einem Gespräch mit Journalisten. Die russische und die ukrainische Seite kämen ihren Verpflichtungen vollständig nach.
Sie teilt zudem mit, dass sie und ihr ukrainischer Amtskollege Dmitri Ljubinez in Kürze in der Stadt eintreffen würden. Pioniere des russischen Verteidigungsministeriums untersuchten die Straßen und räumten sie von Minen, um die Durchfahrt für den humanitären Konvoi zu ermöglichen. Dieser Konvoi mit humanitärer Hilfe – Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Medikamenten und Treibstoff – sei auf dem Weg in die Stadt.
Für die Evakuierung der Stadtbewohner seien 25 Busse für insgesamt 750 Personen, spezielle Plätze für Liegende sowie neun Krankenwagen bereitgestellt worden, so Lantratowa weiter. Sie präzisiert, dass die Bewohner von Aljoschki die Stadt bis zum 30. Oktober, 14:00 Uhr Moskauer Zeit, verlassen könnten.
08:42 Uhr
Ein Mitarbeiter des AKW Saporoschje bei Drohnenangriff getötet
Ein Schweißer des AKW Saporoschje sei bei einem Drohnenangriff der ukrainischen Streitkräfte ums Leben gekommen, teilt die Pressestelle des AKW am Freitag mit. Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag. Wie es heißt, sei er zum Zeitpunkt des Einschlags auf einem E-Scooter auf dem Weg zur Arbeit gewesen. Solche Attacken "schaffen zusätzliche Risiken für die nukleare Sicherheit" und seien absolut unvertretbar.
"Der Angriff wurde gezielt auf die sich fortbewegende Person durchgeführt. Das ist Barbarei. Eine Jagd auf Zivilisten, eine Jagd auf Mitarbeiter der Nuklearindustrie."
Der Generaldirektor der IAEO, Rafael Grossi, hat die Attacke verurteilt. Derartige Angriffe bezeichnete er als inakzeptabel und betonte, dass sie einen groben Verstoß gegen die Grundsätze der nuklearen Sicherheit darstellten.
08:05 Uhr
Lantratowa: Mehr als 50 ausländische Journalisten berichten über humanitäre Operation in Aljoschki
Mehr als 50 Journalisten aus verschiedenen Ländern seien in der Stadt Aljoschki im Gebiet Cherson eingetroffen, um über eine humanitäre Mission zu berichten. Dies erklärt Jana Lantratowa, russische Beauftragte für Menschenrechte, in einem Gespräch mit dem Journalisten von Westi, Jewgeni Popow.
"Eine ukrainische Gruppe, US-amerikanische Journalisten, Journalisten aus verschiedenen Ländern – es sind sehr viele, mehr als 50 an der Zahl, daher läuft alles ganz offen ab. Das ist sehr wichtig."
Popow berichtet, dass der wichtigste Tag der humanitären Mission heute um 3:30 Uhr morgens begonnen habe. Es sei eine Kolonne aus Bussen und Lastwagen eingetroffen worden, die mit Gütern des täglichen Bedarfs beladen seien.
Die Waffenruhe in Aljoschki ist am Dienstag in Kraft getreten. Sie soll bis 22:59 Uhr Moskauer Zeit am 1. November gelten.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
