Liveticker Ukraine-Krieg: Militärisch genutzte Hafeninfrastruktur im Gebiet Odessa getroffen

30.10.2026 11:07 Uhr
11:07 Uhr
Kreml: Putin ist zum Dialog mit Macron und Merz bereit
Der russische Präsident Wladimir Putin sei offen für einen Dialog mit allen, darunter auch mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz. So antwortete Kreml-Sprecher Dmitri Peskow auf die Frage des Journalisten Alexander Junaschew, ob Putin – nach dem jüngsten Telefonat mit den Staats- und Regierungschefs Finnlands und Norwegens am Dienstag – zu einem Gespräch mit Macron und Merz bereit sei.
"Er wird den Hörer abheben. Er ist offen für den Dialog mit allen."
Daraufhin fragte der Journalist nach, ob dies auch für einen möglichen Anruf von Wladimir Selenskij gelte.
"Bislang hat noch niemand angerufen", sagte der Pressesprecher des russischen Präsidenten.
Am Dienstag führte Wladimir Putin ein Telefongespräch mit dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb und dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre. Das Gespräch hat auf Initiative von Stubb und Støre stattgefunden.
In einer Stellungnahme des Kremls hieß es, dass die Parteien die Beilegung des Konflikts in der Ukraine erörtert und die Vereinbarung begrüßt hätten, die trilateralen Gespräche zwischen Moskau, Kiew und Washington im November in Abu Dhabi wieder aufzunehmen. Putin habe eine Bewertung der aktuellen Lage im Konfliktgebiet abgegeben und dabei an die Ursachen des Konflikts erinnert.
10:34 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht mehr als 1.000 ukrainische Drohnen
In der Nacht zum Freitag haben die ukrainischen Streitkräfte Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen. Das Verteidigungsministerium in Moskau berichtet, dass die Luftabwehr insgesamt 1.043 ukrainische Starrflüglerdrohnen abgefangen habe.
Die gegnerischen Drohnen wurden demnach über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Woronesch, Wolgograd, Kursk, Kaluga, Kostroma, Orjol, Pensa, Rostow, Rjasan, Smolensk, Samara, Saratow, Twer, Tula und Jaroslawl, der Region Moskau sowie der Teilrepublik Tatarstan zerstört.
10:00 Uhr
Russische Armee trifft Fire-Point-Werkstätte für Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium gibt Einzelheiten zum nächtlichen Angriff auf ukrainische Militärziele bekannt, bei dem bodengestützte Präzisionswaffen sowie Drohnen eingesetzt worden seien.
Folgende Objekte seien dabei getroffen worden:
In Kiew und Umgebung:
- das Werk für Aggregate und Bauteile (Kiewer Funkwerk, Trimen-Ukraina), das Komponenten für Aufklärungs- und Kampfdrohnen herstellt,
- die Montage- und Lagerhalle für Drohnen (Fanplit), in der Drohnen mittlerer und großer Reichweite vom Typ FP-1 und FP-2 produziert und gelagert werden,
- das Umspannwerk PS-330 Nowokijewskaja, das die Energieversorgung für Unternehmen des ukrainischen militärisch-industriellen Komplexes in Kiew sicherstellt.
Im Gebiet Dnjepropetrowsk:
- das Umspannwerk PS-330 Swetloje, das den Betrieb von Unternehmen der Rüstungsindustrie in Dnjepropetrowsk gewährleistet.
Darüber hinaus habe das russische Militär ein Frachtschiff im Schwarzen Meer getroffen, das Militärmaterial sowie Güter mit doppeltem Verwendungszweck für die ukrainischen Streitkräfte in den Hafen von Odessa transportierte.
09:23 Uhr
Russische Ombusfrau: Keine Verstöße gegen Waffenruhe in Aljoschki verzeichnet
Die Waffenruhe im Rahmen der humanitären Mission in der Stadt Aljoschki im Gebiet Cherson dauere an und es seien keine Zwischenfälle registriert worden. Dies erklärt Russlands Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa in einem Gespräch mit Journalisten. Die russische und die ukrainische Seite kämen ihren Verpflichtungen vollständig nach.
Sie teilt zudem mit, dass sie und ihr ukrainischer Amtskollege Dmitri Ljubinez in Kürze in der Stadt eintreffen würden. Pioniere des russischen Verteidigungsministeriums untersuchten die Straßen und räumten sie von Minen, um die Durchfahrt für den humanitären Konvoi zu ermöglichen. Dieser Konvoi mit humanitärer Hilfe – Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Medikamenten und Treibstoff – sei auf dem Weg in die Stadt.
Für die Evakuierung der Stadtbewohner seien 25 Busse für insgesamt 750 Personen, spezielle Plätze für Liegende sowie neun Krankenwagen bereitgestellt worden, so Lantratowa weiter. Sie präzisiert, dass die Bewohner von Aljoschki die Stadt bis zum 30. Oktober, 14:00 Uhr Moskauer Zeit, verlassen könnten.
08:42 Uhr
Ein Mitarbeiter des AKW Saporoschje bei Drohnenangriff getötet
Ein Schweißer des AKW Saporoschje sei bei einem Drohnenangriff der ukrainischen Streitkräfte ums Leben gekommen, teilt die Pressestelle des AKW am Freitag mit. Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag. Wie es heißt, sei er zum Zeitpunkt des Einschlags auf einem E-Scooter auf dem Weg zur Arbeit gewesen. Solche Attacken "schaffen zusätzliche Risiken für die nukleare Sicherheit" und seien absolut unvertretbar.
"Der Angriff wurde gezielt auf die sich fortbewegende Person durchgeführt. Das ist Barbarei. Eine Jagd auf Zivilisten, eine Jagd auf Mitarbeiter der Nuklearindustrie."
Der Generaldirektor der IAEO, Rafael Grossi, hat die Attacke verurteilt. Derartige Angriffe bezeichnete er als inakzeptabel und betonte, dass sie einen groben Verstoß gegen die Grundsätze der nuklearen Sicherheit darstellten.
08:05 Uhr
Lantratowa: Mehr als 50 ausländische Journalisten berichten über humanitäre Operation in Aljoschki
Mehr als 50 Journalisten aus verschiedenen Ländern seien in der Stadt Aljoschki im Gebiet Cherson eingetroffen, um über eine humanitäre Mission zu berichten. Dies erklärt Jana Lantratowa, russische Beauftragte für Menschenrechte, in einem Gespräch mit dem Journalisten von Westi, Jewgeni Popow.
"Eine ukrainische Gruppe, US-amerikanische Journalisten, Journalisten aus verschiedenen Ländern – es sind sehr viele, mehr als 50 an der Zahl, daher läuft alles ganz offen ab. Das ist sehr wichtig."
Popow berichtet, dass der wichtigste Tag der humanitären Mission heute um 3:30 Uhr morgens begonnen habe. Es sei eine Kolonne aus Bussen und Lastwagen eingetroffen worden, die mit Gütern des täglichen Bedarfs beladen seien.
Die Waffenruhe in Aljoschki ist am Dienstag in Kraft getreten. Sie soll bis 22:59 Uhr Moskauer Zeit am 1. November gelten.
07:34 Uhr
Militärisch genutzte Hafeninfrastruktur im Gebiet Odessa getroffen

Hafen von OdessaFrancois LOCHON/Gamma-Rapho via Getty Images In der vergangenen Nacht habe die russische Armee einen massiven Schlag mit bodengestützten Präzisionswaffen sowie Kampfdrohnen geführt. Dies teilt das Verteidigungsministerium in Moskau am Morgen mit.
Der Militärbehörde zufolge wurden folgende Ziele getroffen:
- Betriebe des ukrainischen militärisch-industriellen Komplexes, die die Herstellung und Lagerung von Drohnen mit großer und mittlerer Reichweite gewährleisten,
- Energieanlagen, die deren Betrieb sicherstellen – in Kiew sowie in den Gebieten Kiew und Dnjepropetrowsk,
- Hafeninfrastrukturobjekte im Gebiet Odessa sowie Seeschiffe, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte genutzt werden.
07:08 Uhr
Moskau und Region wehren nächtlichen Drohnenangriff ab – über 800 Ziele zerstört
Auf die Moskauer Region flogen zwischen 20:30 Uhr Moskauer Zeit am 29. Oktober und 7:30 Uhr am 30. Oktober insgesamt 862 Drohnen zu. Das teilt der Bürgermeister Sergei Sobjanin am Morgen mit.
Die Flugabwehr habe den Großteil der Flugziele auf großer Entfernung abgeschossen. Dabei seien 170 Drohnen im Anflug auf Moskau zerstört worden.
29.10.2026 21:00 Uhr
21:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
20:56 Uhr
Ukrainisches Außenministerium: Selenskij ist bereit, mit Putin "die heikelsten Fragen" zu erörtern
Wladimir Selenskij soll sich bereit erklärt haben, mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin "die schwierigsten und heikelsten Fragen, darunter die territoriale Frage", zu besprechen. Dies teilt die russischsprachige RT-Redaktion unter Verweis auf das Außenministerium in Kiew mit.
Der ukrainische Spitzendiplomat Andrei Sibiga soll behauptet haben, dass Putin diese Position über die Staats- und Regierungschefs Norwegens und Finnlands übermittelt worden sei. Finnlands Präsident Alexander Stubb und der Ministerpräsident Norwegens Jonas Gahr Støre führten kürzlich ein Telefongespräch mit Putin.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
